Die Leiden der Sysops Part 3


By rakekniven - Posted on 07 August 2009

Diese tollen Geschichten sollten auf jeden Fall für die Nachwelt gesichert werden.

Teil 1 | Teil 2

Die Leiden der Sysadmins, Sysops, Netzwerkverwalter und anderer Rechnerknechte
Teil 3

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Neulich kam folgender Anruf bei mir im Büro an:
Nutzer: Mir stinkts...
Admin: Häää?
Nutzer: Bei meinem PC riechts so komisch...
Admin: Bitte um genauere Beschreibung
Nutzer: Oh... jetzt ist der Bildschirm aus...
Admin: Ok. Bin schon da
(Schließlich handelte es sich um einen Garantiefall...)
Beim Nutzer angekommen:
Admin: Na? Geht er etwa schon wieder?
Nutzer: Nö! Hätte ich doch bloß nicht bei Euch gekauft, ihr Luschen!!!


Es stellte sich heraus, daß der Nutzer - in der Absicht Strom zu sparen - den Schalter am Netzteil auf "110 V Only" gestellt hat... Naja... jetzt spart er sich wenigstens die gesamten Kosten, so lange der PC bei der Reparatur ist... :-)


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Nutzerin: "Der schreibt so komische Zeichen!"
Aufseher: "Wer?"
Nutzerin: "Der Computer."
Aufseher: ??? - *hingeh*
Es stellt sich heraus, dass Schatzi in seiner E-Mail eine nette ASCII-Grafik geschickt hat, die einfach durch den Font vermanscht worden war. Nochmal Glueck gehabt...

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Ich betreue ein kleines 60user Netz unter Netware, was in der Hauptsache von der Produktionsabteilung genutzt wird. Die meissten User sind nicht gerade mit Computerwissen gesegnet, so dass Telefonsupport manchmal etwas schwierig ist. Die beliebteste Fehlermeldung ist "Er lässt mich nicht 'rein" (was alles mögliche bedeuten kann) gefolgt von "Er hängt". Manchmal bete ich geradezu um User, die genau beschreiben können, was kurz vorher passiert ist und welches Programm sie laufen hatten. Hier nur eine kleine Auswahl von den Anrufen, die ich am Tag bekomme. "Er lässt mich nicht rein."
"Wer lässt Sie nicht wo rein ?"
"Das Netzwerk."
"Was steht auf Ihrem Monitor ?"
"Was ?"
"Ihr Bildschirm. Was steht dort ?"
".. nichts."
"Ist er eingeschaltet ?"
"Sicherlich - er hat heute Morgen noch funktioniert."
Also wuchte ich mich in das oberste Stockwerk um dort Rauchwölkchen aus dem Monitor und einen strengen Geruch von kokelnder Hardware zu bemerken. Ich zog schnell den Stecker und rief jemanden vom Service an. Dann riet ich dem User, beim nächsten mal gleich zu sagen, dass der Monitor gerade verreckt oder wenigstens den Rauch und den Gestank anzumerken. Etwa eine halbe Stunde später ... "Er lässt mich nicht rein." "Wer lässt Sie nicht wo rein ?" "Das Netzwerk." "Was steht auf Ihrem Monitor ?" "Irgendwas mit 'Falscher Befehl'.." "Wie weit ist das Login gekommen ?" ".. Was ?" "Ich komme vorbei." Als ich dort eingeschlagen bin, vermisste ich das komplette \NWCLIENT Verzeichnis auf der Platte. Nach längerer Diskussion (der User stritt natürlich alles ab) kam folgendes heraus: nach dem arbeitsfreien Wochenende hatte die Gute den Verdacht, dass jemand an ihrem Rechner war und hat dann alles gelöscht, was sie nicht kannte oder noch nie auf der Platte gesehen hatte (überflüssig zu sagen, dass die Netware-Clients schon seit Jahren dort installiert waren - und nun.. sind sie Read-Only). Noch einen: "Er hängt." "Wer ?" "Mein Computer." "Was haben Sie gemacht, als er hängen blieb ?" "Nun, ich habe gerade telefoniert und zwar mit ..." "Neinneinneinnein.. Welches Programm lief ?" ".. hä ?" "Was haben Sie im Menue gewählt ?" "Vier" (Ein Menuepunkt unserer hauseigenen Software) "Gehen Sie bitte nochmal dorthin - Sehen Sie eine Fehlermeldung ?" "Nein!" "Sehen Sie dort einen grossen, roten Kasten in der Mitte des Bildschirms ?" "Äh, ja !" "Steht in dem Kasten etwas ?" "Äh,... ja." "Das ist die Fehlermeldung. Lesen Sie bitte vor." "Dort steht irgenwas mit 'Fehler' und so weiter.." "Bitte lesen Sie es ganz vor." "Äh.. 'Zeitüberschreibung. Bitte eine beliebige Taste für einen Neuversuch'." "Drücken Sie die Leertaste" "Oh, jetzt läuft er wieder - Danke schön." Und noch einer ... "Mein Monitor ist abgeraucht ..." In Erinnerung an die Situation von heute Morgen, rannte ich wieder bis in das oberste Stockwerk. Als ich ankam, brannte nichts und es roch auch nicht so. Auf dem Monitor stand nur 'Zugriff verweigert'. Nach Luft schnappend sagte ich: "Sie haben Ihr Password falsch eingegeben" "Kann garnicht sein ! Ich benutze das Password schon immer !" "Geben Sie es bitte nochmal ein und ich schaue zu." Sie machte es und konnte sich immer noch nicht anmelden. In dem Moment, wo ich mich selber einloggte um das Password zu vergeben sagte sie doch glatt "Oh, ich habe das 'S' am Ende vergessen ..." (nach: www.networkweek.com/tdw/naivety.htm, übersetzungsfehler by bernd hohmann, hohmann@ibm.com)

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Ich kann berichten, daß ... ...ich diese ganzen Geschichten nicht richtig geglaubt habe. Bis ich selber eine erlebt habe: Nutzerin(kommt zu mir): Ich möchte gerne besser Tastatur schreiben, du hast doch da irgend so ein Programm... Ich(habe ein solches): OK, hier auf der Diskette. Öffne einfach die Datei SETUP.EXE Nutzerin(geht) Zwei Tage später: Nutzerin(Ruft an): Das Programm funktioniert nicht. Der Computer bringt eine Meldung von Formatieren oder so. Ich(Kann es nicht glauben): Was? Mach's doch nochmal. [Langes Warten] Nutzerin(kläglich): Hier: "Möchten sie alle Formatierungen verlieren?" Ich(fange an etwas zu ahnen): Ähm, wo hast du denn das Programm geöffnet? Im Dateimanager? Nutzerin: Worin? Nein, im Word natürlich... Jaja, so kann's gehen. Ich habe ihr dann gezeigt, wie das richtig geht, sie hat Freude daran. Viele Grüsse: Be@

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Ferngespraech(!) Nutzerin: "Meine Unterstreichungstaste wird nicht angezeigt." Betreuer: "Welches BS?" Nutzerin: "MS-DOS." Betreuer: "Die Tastenkombination ?" Nutzerin: "Jaja, genau. Eigentlich kenne ich mich ja mit Computern aus, und bis heute ging es ja auch." Betreuer: *raetsel*, *hinterfrag*, *ASCII-Code*, man codepage, ... ... Nach 10 Minuten stellt sich heraus, dass jemand am Monitor geschraubt haben muss, so dass die unterste Zeile nicht mehr vollstaendig ins Bild passte, was zu einem "hidden underline" (C) fuehrte...
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Neu Rechner braucht das Land (danke Bill).... Da ist man so nett, und spendiert einem Anwender einen neuen Computer. Pentium 200 / 64MB RAM usw...was gegenueber dem vorgaenger 486DX66 ein echter Aufstieg ist und sich wohl jeder darueber freuen wuerde. Nicht so meine Kollegin! Am naechsten Tag habe ich die Schelte meines Lebens bekommen: Sie: Mit dem neuen Rechner kann doch kein Mensch arbeiten!! Ich will meinen alten wieder haben! Ich: Aber wo liegt denn das Problem? Sie: Wenn ich bei Excel eine Zeile markieren will bin ich direkt am Ziel vorbei. Der ist viel zu schnell. Ich will hier besser nicht meine Ausfuehrung ueber Feinmotorik und Koordination wiederholen, da sich jeder meine Reaktion denken kann (Sie hat Ihren alten Rechner nicht wieder)
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Ich kann berichten, daß ...Ich war Betreuer in einem Computercamp. Einer meiner Schuetzlinge war der Meinung, dass er der allerbeste sei und eigentlich schon alles weiss. Eines schoenen Tages entdeckten wir den FORM-Virus auf einem der Computer, er fragt "darf ich den auch haben? Reichen da zwei Disketten?
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Eigentlich zeigen uns diese Geschichten doch nur, •daß es nur schlechte Computer gibt •daß es offenbar ein grundsätzliches Kommunikationsproblem zwischen manchen Menschen gibt •manche Netzwerker für ihren Job ungeeignet sind, weil der Job eben nicht nur technisches, sondern auch menschliches Einfühlungsvermögen verlangt.
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Datensicherung mit Diskettenschloß Nutzerin: Hilfe, mein Computer spinnt. Das Bild ist streifig und der Drucker rappelt nach dem Einschalten. Admin: Schalten Sie den PC nocheinmal aus und wieder ein. Nutzerin: Er macht es schon wieder. Ursache: Vor Ort angekommen traten wirklich die beschriebenen Fehler auf. Ich öffnete das Schloß vom Diskettenlaufwerk, um eine Bootdisk einzulegen. Oh, Schreck.....was kommt mir da entgegen.... Fr. XXX hatte es tatsächlich vollbracht, am Abend zuvor das Diskettenschloß auf eine sich im Laufwerk befindliche Diskette zu prökeln. Sehr Praktisch, so waren über Nacht die Daten auf der Diskette, sowie der Rechner für Fremde unzugänglich gemacht.
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Ich kann berichten, daß ... Unsere Firma bietet WWW Service (Hosting, Programmierung etc.) an und so leiten wir halt auch eingehende Mail an die Sekretariate unserer Kunden weiter. neulich hatten wir einen sehr seltsamen Anruf: Sekretärin: Ich würd gern mal ihren Herrn Postmaster-Server sprechen! Support: Wenn? Sekretärin: Na den freundlichen Herrn der um 1 Uhr nachts die Mails an mich schickt....... Support: schlurz
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An alle, die sich durch diese Seiten ungerecht behandelt und veräppelt fühlen... Ich weiß, daß hier unsere lieben Kunden und Mitarbeiter hemmungslos durch den Kakao gezogen werden. Niemand wirft Euch vor, daß Ihr dumm seid! Wir hätten schließlich keine Arbeit, wenn sich jeder mit PC`s auskennen würde. Aber wenn man nix von Computern versteht UND tanzt dann bei jeder Gelegenheit mit Absicht auf der Nase der Computerfritzen rum, braucht man sich über solche Anwandlungen (diese Seiten) nicht zu wundern... Ein kleines Statement von einem leidgeprüften SysOp ;-)
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Ich kann berichten, daß ein User von einem entfernten (Standleitung) Speditionsbuero anruft und meckert, dass beim Ausdruck auf "seinen" Drucker nur ein 3tel der Liste ausgedruckt werde. Die Liste wuerde nach 273 (!!!) Seiten beim Buchstaben "G" abbrechen. Als derjenige mit dem besten Franzoesisch in der Abteilung versuche ich den unbedarften Kerl dazu zu bringen, den Drucke auf "Anhalten" zu setzen und den Auftrag noch einmal loszuschicken, um zu schauen, ob der lpd auch alle Daten bekommt und den Auftrag komplett in die Queue schiebt. Der User ist nicht imstande, das Icon der Druckerqueue fuer seinen Arbeitsplatzdrucker zu finden. Entnervt nehme ich das langsame Remote-Control-Utility zu Hilfe und stelle endlich fest, dass es auf dieser Maschine keine solche Queue gibt, auf die er zu drucken behauptet, und dass der lpd keine ankommenden Jobs anzeigt, obwohl ich den Drucker arbeiten hoere!!! Ich beende das Gespraech und hole die Infos vom Unix-Admin. Die sog. "lokale" Queue ("Dieser Drucker ist bei mir angeschlossen!!") befindet sich halt eben doch auf dem Printserver und der Drucker haengt an einer LAN-Box. Da kann ich lang leere Queues und idlende LPDs beobachten. Leicht missmutig erwarte ich den Rueckruf des Users, um ihm mal den Unterschied zwischen "lokal" und "server" zu erlaeutern, als er mir erklaert, dass... Tja, dass er sich geirrt haette, dass die Liste nach Nummern und nicht nach Alphabet sortiert sei. Und somit sehr wohl vollständig ausgedruckt worden sei...
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Ich kann berichten, daß ... Anwenderin: Hilfe, ich hänge im Programm fest Admin: Drücken Sie mal die Esc-Taste Anw; funktioniert nicht Admin: haben Sie noch ein Fenster offen? Anw: (schaut sich um), Ja. moment soll ichs zu machen Admin: Stopp - Hallo, hallo, wo bist du...
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Ich kann berichten, was ohnehin jeder weiß: Dokus und Richtlinien werden grundsätzlich nicht gelesen... Nun, bei uns hat es sich auch eingebürgert, daß unsere Anschläge am Schwarzen Brett von unseren Klienten "beschriftet" werden: Neben Emotionsbeweisen wie "Fuck you" und "Scheißer" (wir sind eine philosophische Fakultät!) hat jetzt ein vergleichsweise liebenswürdiger Kunde die Frage aufgeworfen (hingekritzelt), wo denn bei uns der Hausmeister zu finden sei. (Man kann dort den Schlüssel holen, um sich Zugang zu den Rechnern zu verschaffen.) Abgesehen davon, daß der Pedell - vielleicht mal abgesehen von den Sysops - eigentlich die wichtigste (weil haben Plan) Persönlichkeit in einem gepflegten Hause ist, und man wissen sollte, wo er sitzt (bzw. arbeitet), ist es natürlich überflüssig zu erwähnen, daß seine/ihre Frage bereits (50cm weiter an derselben Pinwand) beantwortet wurde. Dort heißt es in etwa: "Achtung - neue Regeln" --- es sollte so wirken, daß jeder das Gefühl hat, es lesen zu müssen. Hat aber anscheinend nicht viel genützt. Wen wundert es also, daß unsere Zugangsberechtigungen häufig als "Familienaccounts" mißverstanden werden..?
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Ich kann berichten, daß ... Ein User wollte am Computer in der Dos Shell eine Diskette formatieren. Am Telefon sagte ich: ICH: "Geben Sie ein: format a: (DOPPELPUNKT!)" USER: "Der bringt da eine Fehlermeldung" ICH: "Wie??? F O R M A T und dann einen Doppelpunkt, wie heißt die Meldung?" USER: "Unzulässiger Parameter a Doppelpunkt" ICH: "Nochmal: geben Sie ein F O R M A T und dann einen Doppelpunkt" USER: "Der bringt immer die gleiche Meldung" .... Irgendwann hat das dann geklappt. Es stellte sich heraus das der User keinen Doppelpunkt -> : sondern 2 Punkte -> .. hintereinander gemacht hatte :)
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In der Telefonhotline. Der User sagt, er habe ein Problem und sei alleine im Büro, weshalb er niemand anderen fragen könne. Sein Programm sei offenbar abgestürzt, da sein Bildschirm ganz schwarz sei. Sysop: Ist denn der Cursor noch da ? User: Nein, ich sagte doch, ich bin alleine hier im Buero.
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Ich kann berichten, daß ... Ich Sysop bekomme einen Anruf vom Super-DAU; User: Ich bekomme immer eine Fehlermeldung im Word Ich: wie lautet diese Fehlermeldung? User: Weis nicht, im Moment ist die Meldung nicht da Ich: Können Sie die Fehlermeldung provozieren? (alter was machst Du mit Word damit es diese Meldung ausgibt?) User: Ja..... 20 Minuten Später... User: Ach wissen Sie, normaler Weise sitze ich ja an einem anderen PC Ich: ahhhhhhhrg
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Ich kann berichten, daß ... DAUin meldet: Ich kann Word nicht mehr starten. (Unter WIN3.x). Ich begebe mich vor Ort. Tatsächlich, nach Anklicken des ICONS nur Fehlermeldungen. In die Eigenschaften geguckt: Verknüpft mit briefxxx.doc. Dieser Brief war auch noch gelöscht. Benutzerin: Ich wollte doch nur ein anderes Sybol haben, wie wir es in der Schulung gelernt haben... Die Schulung war für das kommende NT Workstation, und mit Symbol meinte sie die Verknüpfung auf dem Desktop..
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In unserem Schulungszentrum, vernetzt mit Novell: Ein Dozent für DOS-Fortgeschrittene brach den Unterricht ab, "das Netz funktioniert nicht mehr, der Cursorbalken im Hauptmenue lässt sich an zwei Rechnern nicht mehr bewegen". Ich erklärte, dass sich Netzwerkfehler immer an allen Rechnern auswirken und ging nachsehen. Bei beiden PC´s lag das Tastaturkabel auf dem Boden...
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Anruf von DAU: Das Programm startet nicht. Ich: was für ein Programm? DAU: Also das, das immer automatisch startet. Ich gehe vor Ort. Der DAU hat eine Diskette in das CD-ROM-Laufwerk gepfriemelt und wurdert sich, dass das Autorun nicht funktioniert.
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Ich kann berichten, daß ... Es war der erste Tag der Woche (MONTAG), als ich morgens gegen 8.00 Uhr in den Betrieb kam. Kaum angekommen, klingelt das Telefon. Wer kann das wohl sein (Ich bin im Benutzerservice tätig und manchmal nervt das Telefon echt.)? Ich gehe also ans Telefon, wo mir eine Frau V. ganz aufgelöst berichtet, daß etwas mit ihrem Monitor nicht stimmen würde. Als ich sie nach Einzelheiten frage, erzählt sie mir etwas von Auflösung, verschobenen Symbolen usw., zu Wort kommen läßt sie mich die ganze Zeit nicht. Nachdem ich mir dann ihre Aufzählung angehört habe, sage ich ihr, daß ich vorbeikomm´. Ich also los und zu Frau V., als ich ankomme und mir dann ihren Monitor anschaue, sieht alles ganz normal aus, alle Symbole sind klar sichtbar auf dem grünen Hintergrund. Kommentar Frau V.: " Also sehen sie nicht, dieser Hintergrund, furchtbar. Ich bin von Sternzeichen her Fisch und Fische brauchen einen blauen Hintergrund." Mit verkniffenem Lächeln habe ich ihr dann gezeigt, wie man die Ansicht ändert und bin gegangen.
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Ich kann berichten, daß ... ich feststellen mußte, daß die Deutsche Telekom hochqualifizierte Techniker angestellt hat: Es hat sich nämlich folgendes zugetragen: Neulich bekam ich einen Anruf von einem Anwender, welcher eines morgens nicht mehr ans Netz gekommen ist. Nach mehrmaligen Versuche, ihm per Telefon den Netzzugang zu ermöglichen (Paßwort-Prüfung, Groß-Kleinschreibe-Taste, und die ganzen üblichen Feuerwehr-Spielchen, habe ich dann ganz zufällig erfahren, daß unsere Freunde von der Telekom im Hause waren und sich an diversen Kabelkanälen und Streckdosen zu schaffen gemacht hatten. Das Unglaubliche nicht glaubend, habe ich den Anwender gebeten, das EAD-Ethernet-Patch-Kabel seines PC's bis zur Wanddose hin zu verfolgen, und siehe da, das EAD-Kabel steckte in der TAE-Telefondose.....
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Ich kann berichten, daß ... es nichts schlimmeres gibt wie halbwissende User. Ein Anwender, dessen PC von mir völlig neu installiert wurde (WINDOWS95 inkl. diverser Anwendungen) rief mich, kaum daß ich an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt war, per Telefon an: ".. es geht nix mehr" Also zurück, und recht hat er, dieselben Fehlermeldungen wie vorher. Die Kiste also nochmal neu installiert und zum laufen gebracht. ..kaum an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt,.......dasselbe Spiel nochmal, diesmal aber den kompletten WIN95-Pfad auf der Festplatt leergebügelt und Neuinstallation, mit allen Anwendungen etc. ..kaum an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt,.......zum drittenmal, jetzt aber Platte formatiert etc. s.o. Auf meine Frage, was er denn machen würde, sobald ich aus dem Raum bin, offenbarte der Anwender ganz stolz: (bitte festhalten:) "...Also, jedesmal wenn sie an meinem PC waren und neu installiert´haben, sind meine ganze Symbole weg, die Farben stimmen nicht mehr, die Sounds sind weg und alles ist anders. Aber ich habe mir ja alle INI-Dateien auf eine Diskette kopiert, das habe ich nämlich mal wo gelesen, und die kopiere ich mir dann wieder ins Windows-Verzeichnis.
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Mittlerweile werden ja auch immer mehr Stadtverwaltungen auf EDV umgestellt. Dabei passiert auch schonmal so etwas: Ein ordentlicher Drucker muss her. Also werden Erkundigungen eingezogen und die Wahl fällt auf einen (damals superteuren) Laser. Wenige Tage nach Lieferung hatte sich bei den Verantwortlichen dann doch die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein Laser prinzipiell keine Durchschläge erstellen kann -> Satz mit 'x', in Ecke stellen, grossen Schwamm drüber, Nadeldrucker kaufen (auch teuer). Der hatte aber keinen Einzelblatteinzug. Also nochmal Geld loseisen und den flugs nachrüsten. Der Einzelblatteinzug konnte aber die Formulare mit ihren drei Durchschlägen nicht verknusen... Also steht jetzt ein teurer Beamter neben einem teuren Laserdrucker vor einem teuren Nadeldrucker und schiebt diesem Formular für Formular einzeln ein.
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Tjjaaaa.. aber nicht immer sind die User die DAUS... Unser toller Provider hier in Rosenheim, Hypernet genannt, war wohl stolz, endlich auf linux umgestiegen (zumindest zum Teil) zu sein, dass man voellig uebersah, evtl auch an einen Admin zu denken, der zumindest die UN*X-Grundprinzipien verinnerlicht hat... So kommt man z.b. nach langwierigen versuchen , doch seine mail abzupoppen, endlich auf die idee, mal nachzusehn, warum das nicht geht, und siehe da, der admin war so begeistert von der sicherheit in der unix-userverwaltung, dass er alles, was NICHT im jeweiligen $HOME/ steht einfach root ueberantwortet hat. (alles im /var/spool/mail gehoerte root) und bei telefonischer nachfrage wundert er sich dann noch selber, dass er selber keine mail kricht... 4 tage spaeter haut kein telnet und kein elm mehr hin... hintertuerchennachfragen ergeben mode 0700 fuer /etc/passwd. telefonisch erst mal die reaktion "geben sie mir mal ihr passwort, ich pruef das nach.." herzlichen dank auch, war lustig im hypernet... devlog
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Ich kann berichten, daß ... ich zwar eigentlich nur 15 jährige Freakin bin, aber den Super DAU hab ich auch schon erlebt. Mein Onkel hatte angeruffen vongegen ein Programm ohne Instalations-Programm zu installieren erstellen. Okay, man muß sich sein Weihnachtsgeschenk verdienen also hab ich ihm geholfen: Geh in den Explorer! Äh! Klicke an Start, dann auf Programme, dann auf Windows Explorer! Ja. Jetzt im Datei-Menü Neu Ordner. Tipp Grand-prix ein und bestätige dann mit Return Was ist Return? (Was ist Verzweiflung)
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Ich kann berichten, daß ... ... es manchmal falsch ist Zettel mit Anweisungen zu schreiben: Bei uns im Wohnheim steht ein einzelner Rechner, auf den wir gemeinsam zugreifen koennen, von einzelnen aber auf jeden Fall benoetigt werden (fuer die Verwaltung der einzelnen Mieter, Kassen, etc.) Eines Tages faehrt der Rechner nicht mehr hoch (zwei Monate nachdem auf Win95 upgedated wurde): Die FAT war geschossen, die Systemdateien zum Starten des ganzen waren weg. Da sich keiner (der nicht gerade wenigen Informatikstudenten, etc.) dafuer verantwortlich fuehlte das System zu reparieren, habe ich es mir vorgenommen, hatte allerdings an dem Tag keine Zeit. Um dafuer zu sorgen, dass sonst keiner daran etwas macht, habe ich an dem Rechner kurzerhand im BIOS das Diskettenlaufwerk deaktiviert und auf einem GROSSEN Zettel geschrieben, dass man nicht dran rumfingern soll. Am naechsten Tag betrete ich den Raum und muss folgendes feststellen: •Der Laserdrucker wurde abgestoepselt. •Der Rechner wurde geoeffnet und die ISDN-Karte ausgebaut. •Im BIOS war ein zusaetzliches Diskettenlaufwerk eingetragen, dass in Wirklichkeit nicht existiert und dazu fuehrte, dass der Rechner ueberhaupt nicht mehr hochfuhr. Was war passiert? Es scheint Informatikern als Herausforderung zu gelten, Rechner zu reparieren, wenn ausdruecklich dort steht, dass man es unterlassen soll. Das der Betreffende die Diagnose stellte, dass der Diskettencontroller kaputt sei, ueberrascht dann auch nicht mehr wirklich.
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Umzug einer Filiale mit 80 Leuten in ein neues Gebäude. Admin hockt unter dem Tisch, Server anschließen. Auftritt Geschäftsführer. Geschäftsführer (jovial): "Na, das hat doch prima geklappt mit dem Umzug! Alle sind wieder arbeitsfähig!" Admin: "Na ja, der Internet-Zugang funktioniert noch nicht. Die Leute beschweren sich schon, daß sie ihre E-Mail nicht kriegen." Geschäftsführer: "Internet? Das macht doch nichts, das brauchen die Leute doch eigentlich gar nicht. Wenn wirklich jemand dringend etwas aus dem Internet brauchen sollte, schicken Sie ihn zu mir - ich habe einen Metronet-Anschluß." Admin: (schweigt)
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Ich kann berichten, daß eines Tages ein DAU anrief, mein Diskettenlaufwerk ist kaputt. Gleich hochgesprintet, DISK raus - angeschaut - wieder rein - nix wieder raus - nochmal angeschaut - Dieser DAU hatte doch tatsächlich den Aufkleber fein säuberlich aufgeklebt - Unterkante = Diskettenrand und der Rest des Etiketts mitten auf dem Metallschiebeschild ! (Falsche Seite angefangen...)
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Ich kann berichten, daß ... Mitteilung des Systemverwalters: Es existiert nun ein neuer Rechnerpool Mathematik. Zugangsberechtigt sind alle Studenten der Mathematik mit Vordiplom. Wer darunter fällt,der schicke eine Mail an root mit folgenden Angaben : gewünschter loginname, Lehrstuhl,an dem man ist Alsbald kamen viele Mails, unteranderem auch folgende : Hi, Ich studiere Physik, gewünschter Loginname : xyz Lehrstuhl: Prof. Z ( Physikprof :) Da bleibt mir nur eines zu sagen : wer lesen kann ist klar im Vorteil
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Wir hatten bei einem Kunden in der Industrie eine Alpha(VMS) mit Software aufgestellt. Lief alles gut, bis die Alpha ihren Geist aufgab. Da die Kiste noch in einem fuer das firmeninterne RZ unzugaenglichen Raum stand bin ich extra runtergeflogen um folgendes erleben zu duerfen: 15h sollte der Service von DEC ankommen. Kam auch, tauschte das Mainboard, kam allerdings ins schwitzen, als er die Console von ARC auf SRM switchen sollte. Die Maschine bootete, zeigte ihr ARC-Menue, aber die Cursortasten funktionierten nicht. Also auch kein Umschalten. Der RZ-Chef und der DEC-Service Mann ueberlegten heftigst, nachdem sie diverse Terminals ausprobiert hatten. Dann wussten sie die Loesung: Terminal an der seriellen _UND_ Tastatur an der PS/2 Buchse der Alpha...hahaha
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Hallo, als einfacher Hiwi bei uns im HRZ der Uni Kassel erlebt man auch so einiges. Dass die meisten Leute den Unterschied zwischen Windows und Winword nicht kennen, ist der Normalfall. Leider wurde es bei uns so geloest, dass die Studenten ihren Account selbsttaetig kostenpflichtig verlaengern koennen (per Automat- PC). Ausserdem kann man an einem weiteren Automat Druckerkarten erwerben. Fatalerweise kostet beides genau 10 Mark. Die DAUs werfen ihren Semesterbeitrag wie man vielleicht erwarten kann, in den falschen Automat (trotz massenhaft Schildern) und kommen daraufhin mit der Drucker- karte zu mir und fragen, was sie denn nun damit anfangen soll.
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Ich bin zwar kein SysAdmin oder ähnliches, habe aber in meiner Zeit als Redakteur für Computer-Zeitschriften oftmals Leute an der Hotline gehabt, die einem auch die Tränen in die Augen treiben können. Nun darf man an der Hotline nicht ein bißchen die Geduld verlieren. Es ist aber manchmal verdammt hart: Zur Anfangszeit der CD-ROMs hatte mein damaliger Verlag als erster eine CD-ROM-Zeitschrift herausgegeben, das heißt Heft mit Cover-CD. Als Service gabs abends von 17:00 bis 20:00 besagte Hotline, bei der Leser Fragen zu den Heftthemen oder zu PC-Problemen stellen konnten. An einem Mittwoch im Sommer rief ein Professor XXX aus YYY an und fing gleich an zu wettern: "So ein Schund...Laufwerk kaputt...Fachleute drei Stunden gebraucht...brüllzetermordio..." Man ist als Redakteur darauf gedrillt, alle Vorwürfe erst mal zu verarbeiten und dann niederzuschmettern, aber hier kam ich erst mal nicht zu Wort: "Rechtsanwalt...Pressegesetz...etc." Nach ca. 10 Minuten (!) konnte ich dann erste Fragen stellen. Es ergab sich folgendes: "Laufwerk kaputt, Scheibe dran schuld, Fachleute geholt, drei Stunden gearbeitet, Rechner kaputt, Rechnung an uns." Irgendwie kam mir die Sache komisch vor, die Master CDs durchliefen seit der Anfangszeit mehrere Prüfungen, bevor sie an Sono-Press gingen. Lange Rede, kurzer Sinn, nach ca. 24 Minuten kam ich dahinter, daß der gute Mann die CD in sein 5,25"-LAUFWERK geknebelt hat. Wie - ist mir heute noch ein Rätsel, er hat den Laufwerkshebel tatsächlich runterbekommen. Nachdem ich mich vom ersten Schrecken erholt hatte, mußte ich ihm schonend beibringen, was er da verbrochen hatte. Nur - wieso seine "Fachleute" drei Stunden gebraucht hatten, die CD da wieder rauszuholen, ist mir ebenfalls ein Rätsel. Kurz und gut: Unter meiner genauen Anleitung mußte der gute Mann zugeben, daß er a) nicht die Anleitung im Heft gelesen hatte und b) nicht mal wußte, was eine CD-ROM und ein entsprechendes Laufwerk waren. Eine weitere halbe Stunde später war er ziemlich geknickt, deshalb gab ich ihm noch die Adresse einer uns bekannten Firma in seiner Stadt, die innerhalb eines halben Tages seinen Rechner wieder auf Vordermann brachte. Vier Tage später kam ein Päckchen für mich an. Inhalt: Zwei Flaschen besten Sherry und ein dickes Entschuldigungsschreiben, sowie ein Abdruck einer Campuszeitung, in der unsere Hotline lobend erwähnt wurde. That's life... :-)
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Ich bin zwar nur ein Hobbybastler, aber der einzigste in der Familie, der sich mit dem PC halbwegs auskennt. Da ich sehr hilfsbereit bin , erlebe ich auch schöne DAU-Geschichten : Anruf des DAU .... DAU: Hallo , ich habe ein CD-Rom bei mir eingebaut, und das funktioniert irgendwie nicht. Ich: Ich komm rum und schau mir das mal an ! Am Tatort ankgekommen ... Ich: Hast du das CD-Rom auch richtig angeschlossen ? DAU: Ja , Strom und das viel-polige Kabel in die mitgelieferte Karte gesteckt (Adapter), und die Karte auch eingebaut. Ich: wunderbar! CD-Rom hat Strom, also CD eingelegt , mir die autoexec und config (Win3.11 lief da noch) angeschaut, und war alles richtig instaliert. Hab dann noch eine Weile rumkonfiguriert, aber ohne Erfolg. Also schraubte ich den Computer doch mal auf, um nachzuschauen ob alles rechtens ist. Ich musste festellen, das er das CD-Rom korrekt angeschlossen hatte. Ein Blick auf den Adapter sprach aber Bände. Er hatte es feinsäuberlich ins Gehäuse gelegt, und mit selbstgeschnitzten Holzblättchen im Gehäuse festgekeilt, "Damit es nicht rumwackelt." ! Er kam aber nicht auf die Idee es in einen Slot zu stecken.
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Interssant sind auch immer die kleinen Notlösungen ... Jemand versuchte mich zu erreichen, da sein Flachbrettscanner nicht mehr funktioniert. Nachdem ich dann die Nachricht erhielt, ging ich also am gleich Tag vorbei um nachzuschauen. In der Zwischenzeit hatte er sich "Snappy" (Grabber-Karte für Parallelport) gekauft, seine Videokamera angeschlossen, Stativ gebaut, ruminstalliert (das Programm war gleich 3x drauf), und damit dann "gescannt". Nach prüfen des Scanners, stellte sich nur ein lockeres Kabel herraus ! (manche haben halt zuviel Geld und Zeit) :)
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Erschreckend finde ich auch das es so viele DAU's gibt, welche es immer wieder schaffen zufällig die wichtigsten Systemdatein auf der Platte zu löschen. (ist mir jetzt schon 4 mal passiert das ich dann alles neuinstallieren mußte.
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DAU bastelte an den Einstellungen einer Anwendung herrum, und wollte aber dann alles rückgängig machen ohne gleich neu zu instalieren. Er fragte also einen weiteren, welcher ihm sagte , er müsse nur die *.INI Datei löschen und neustarten. DAU ist ja nicht ganz dumm, und läst mit dem Explorer "*.INI" suchen und löschte dann das gefundene. Nachdem neustart (er machte ein reset *G*), war es ja auch kein Wunder nachdem er alle 97 *.INI Dateien systemweit löschte, das nichts mehr wie gewohnt lief !
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Da sieht man aber mal, wo die Wurzel des Übels liegt; würden die Firmen / Unis / sonstige Institutionen vernünftige BETRIEBSSYSTEME verwenden, könnten sie sich DIESEN Streß schon mal sparen. Sogar, wenn mit NT gearbeitet wird, macht man bei den mir bekannten Einrichtungen einen großen Bogen um alle sinnvollen Sicherheitsfeatures. Hauptsache, jeder dumme User kann möglichst alle Dateien löschen und die Platten formatieren. Wenn DOS-Kisten am NetWare-Netz hängen, steht man vor der Entscheidung, alles zu checken (Windoof-Dateien, Viren etc. blabla) oder gleich die lokale Platte zu formatieren. Andernfalls muß man halt alles aus dem Netz holen. So gut auch Novells NetWare ist ---- es ist einfach pervers, blöde PCs mit verf**kten Systemen wieder künstlich netztauglich zu machen. Es ist SCHEISSE und FUNKTIONIERT NICHT! Und dann den Usern die Schuld geben, wenn nichts mehr geht; HA. Komisch: vor Windows (daß man ja braucht, weil die User es angeblich "wollen") hatte man weniger Probleme -- mit blöden Usern UND blöden Rechnern. Das mußte mal gesagt werden. Und: "where do you want to go today?"

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freundliche Leihgabe von Erik Braun, 5. Februar 1998

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